Onleihe Kreis Recklinghausen. Flucht, Vertreibung und Umsiedlung in Europa, 1939-1949

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Die Bevölkerungsbewegungen, wie man die leidvolle Flucht, Vertreibung und Deportation im und nach dem Zweiten Weltkrieg untertreibend bezeichnen könnte, waren schlichtweg verheerend: Insgesamt wurden aus den von Nazi-Deutschland besetzten Gebieten ca. 12 Millionen Zwangsarbeiter rekrutiert, um die Arbeitskraft der zur Wehrmacht eingezogenen Soldaten zu ersetzen. Die meisten wurden in Lagern in der Nähe ihrer Arbeitsstätten gefangen gehalten. Viele traf das Schicksal der "Vernichtung durch Arbeit" in den Konzentrationslagern. Als sich der Krieg wendete und die sowjetische Rote Armee sich auf Deutschland zu bewegte, setzte die Vertreibung von Deutschen in den besetzten Gebieten ein. In der einheimischen Bevölkerung entlud sich der Hass aus der vorangegangenen brutalen Besatzungsherrschaft. Millionen Menschen mussten überstürzt aufbrechen, erlebten auf den langen Fußmärschen Hunger und Gewalt oder kamen ums Leben. Der Film handelt von der Flucht, Vertreibung und Umsiedlung von circa 80 Millionen Menschen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg.